Keiner will Arosas Weihnachtsbeleuchtung

Die alte Weihnachsbeleuchtung von Arosa bleibt vorläufig dort, wo sie bisher schon war. In Arosa.  Zwar wurde sie von der Ricardo.ch-Kundin «moebeltrend» für 302 Franken ersteigert. Doch eigentlich wollte die Frau die zehn Deko-Sternen-Elemente, jedes davon sechs Meter lang, gar nicht.

Naheliegend, dass die Frau die Weihnachtsbeleuchtung am liebsten dem Erstbesten verschenken würde. Doch offensichtlich will sie niemand: Zuerst platzierte sie ein Inserat auf der Facebook-Seite «zu verschenken» – kein Echo. Darauf bot sie die Beleuchtung ihrer Wohnortgemeinde Belp als Geschenk an – doch der Gemeinderat lehnte höflich ab. Die Begründung: Die blauweissen und gelbweissen Leuchtkörper würden nicht ins Beleuchtungskonzept der Gemeinde passen, die Gemeinde verzichte auf das Geschenk.

Vorsorglich erkundigte sich die Ricardo-Käuferin bereits in Arosa, ob der Tourismusort die alte Beleuchtung allenfalls behalten würde. Dort beschied man ihr, man wäre nicht abgeneigt, die Dinger zu behalten. Möglicher Grund: Arosa hat sich offensichtlich einen höheren Preis erhofft, als nur die 302 Franken. Der Sofortpreis, mit dem jeder Ricardo-Nutzer die Elemente aus der Versteigerung direkt hätte kaufen können, wurde nämlich von Arosa auf Fr. 10’000.- festgelegt.

Gut möglich also, dass demnächst auf die Sternen-Elemente stösst, wer bei Ricardo nach Kuriositäten stöbert. Für diesen Fall mein Tipp: Überlegen Sie es sich zweimal, wenn sie bei einer Auktion mitbieten! Und bieten Sie nie bei Auktionen, während Sie in Erinnerungen schwelgend singen: “Es isch dr Gigi vo Arosa”

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>