Welche Bücher lesen Sie?

Fehlt ein Häkchen, ist die persönliche Amazon-Bücherwunschliste für jedermann frei zugänglich.

Der Dienst ist praktisch, der Nutzen leuchtet ein: Der Internet-Bücherversand Amazon bietet Kunden auch eine so genannte Wunschliste an. Jedermann kann sich mit Name und Passwort auf der Amazon-Webseite anmelden und hier jene Bücher erfassen, die er oder sie gelegentlich mal kaufen will oder sich dies zumindest überlegt.

Doch diese persönliche, passwortgeschützte Wunschliste ist alles andere als privat. Die Personensuchplattform www.123people.com rafft auch diese Informationen zusammen. 123people erscheint bei vielen Google-Suchanfragen zu Personen an prominenter Stelle. Dazu liefert sie Telefonnummern, E-Mail-Adressen oder auch Angaben über Drittpersonen, die mit der gegoogelten Person in einem Zusammenhang stehen. Und so fand Kollege X. neulich bei einer Suche über sich selber seine eigene Bücherwunschliste wieder.

Kollege X. hatte übersehen, dass die Verbindung von Amazon zu 123people.com automatisch generiert wird. Wer dies nicht will, muss dies bei Amazon explizit mit einem Häkchen im dafür vorgesehenen Feld unterbinden. Sprich: Wer dies nicht bemerkt, ist stillschweigend einverstanden, seine persönlichen Informationen mit der Welt zu teilen.

Dieses Problematik erinnert an die praktische Funktion des Google-Kalenders. Viele Nutzer übersehen auch hier, dass ihre persönliche Agenda für jedermann einsehbar ist.

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