Tabakgegner: «… Seite an Seite mit Nationalsozialisten…»

Tabak-LBIm Beobachter schrieben mein Kollege @beobangeli und ich vor einigen Monaten die Titelgeschichte «Das Tabakparadies: Wie die Schweiz Hersteller hätschelt und Raucher schont». Es war voraussehbar: Eine Welle Leserbriefe erreichte uns. Nicht nur erfeuliche Worte fanden die Absender für unsere Recherche. Doch der jüngste, eben erst eingetroffene Brief schlägt alle bisher ins Feld geführten Argumente:

«Die Tabakgegner argumentieren vor allem auch ideologisch. Sie sitzen hier Seite an Seite mit den Nationalsozialisten».

Ein zweites Argument habe ich so auch noch nie gehört: «Die Ärzte und Spitäler leben davon». Der Leserbriefschreiber meinte wohl, Berufe des Gesundheitswesen profitierten von Rauchern. Wollte Leserbriefschreiber H.P.I aus L. tatsächlich ausdrücken, dass Ärzte und Spitäler froh um jeden Raucher sein können? Sagt also der eine Arzt zum andern: Endlich wiedermal ein Lungenkarzinom? Glaubt Herr I. allen Ernstes,  Spitäler würden sich auf rauchende Patienten ausrichten, weil diese gute Kunden sind? Zuerst der eine Lungenflügel, anschliessend noch ein Zungenkarzinömchen im Rachenraum? Nur weil es Geld gibt? Vielleicht sollte Herr I. die Beobachter-Recherche noch einmal lesen: Der Gewinn pro Aktie der drei grössten Tabakkonzerne Philip Morris, British Americam Tabacco und Japan Tobacco International hat sich seit 2007 praktisch verdoppelt. Wer genau profitiert von den Rauchern?

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