Lobby-Agentur wettert über kritische Journalisten

Eine prominente Lobby-Agentur wettert auf Twitter über kritische Journalisten – und leistet sich einen peinlichen Faux-pas.

«Der Befangenenchor» titelte der Beobachter zum Thema Lobbyismus im Bundeshaus. Denn: Zur Wandelhalle des Bundeshauses haben fünfmal soviele «Gäste» Zutritt wie Parlamentarier. Zu diesem Schluss kam der Beobachter in einer umfangreichen Erhebung zum Thema Lobbyismus. Dabei analysierte der Beobachter die Verbindungen zu Interessengruppen und Verbänden nicht nur aus quantitativer, sondern auch aus qualitativer Sicht: Wer verfügt über wirksame, wer über weniger wirksame Beziehungen.  Entstanden ist das hier.

Bei Lobbyisten und Verbänden kam der Artikel offensichtlich nicht gut an. Andreas Hugi, Inhaber der einflussreichen Lobby-Firma Furrer.Hugi&Partner, die gleich mit drei Personen ständigen Zutritt zum Bundeshaus hat und unter anderem auch im Gesundheitswesen aktiv ist, bezeichnete die Titelgeschichte des Beobachters als «dröges, inhaltsleeres Lobbyistenbashing». Der Firmeinhaber persönlich wirft dem Beobachter über Twitter vor, der Artikel strotze vor Fehler. Was konkret falsch ist, behielt Hugi für sich. Aber ausgerechnet in dieser Passage unterlief ihm ein peinlicher Fehler: Der Artikel «stotzt vor Fehler», tippte er husch husch in die Twitter-Meldung.

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